Home
Bücher
Biographie
Pressestimmen
Über das Schreiben
Schullesungen
Schullesungen
 
 
Verloren auf Burg Frankenstein
     
 

Erstleser-Erzählung. Erstmals Thienemann 2002. Verlag an der ESTE 2007. Ab 6 Jahren. Die Erzählung ist wiederveröffentlicht in dem Sammelband "Bücherwurm trifft Leseratte"

Inhalt

Rebecca hat sich so auf den Schulausflug zur Burg Frankenstein gefreut. Wenn nur dieser fiese Christof nicht wäre, vor dem sie auf der Hut sein muss! Entsetzt stellt Rebecca in der Burgküche fest, dass sie mit Christof allein ist. Sie drückt sich in einen dunklen Winkel, die Wand hinter ihr gibt nach und mit einem Mal ist sie in einem finsteren Geheimgang gefangen ...

 

 

Leseproben

Rebecca hat auf einem Schulausflug zur Burg Frankenstein Streit mit ihrem Klassenkameraden Christof und versucht ihm während der Burgbesichtigung aus dem Weg zu gehen. Doch in der Burgküche ist sie auf einmal allein mit ihm ...

Ich gehe um den Herd herum. Dahinter ist ein dunkler Winkel. Da auf einmal merke ich, dass die anderen alle schon weiter sind. Alle bis auf Christof. Der hat mir den Rücken zugekehrt und macht mit dem großen Hackbeil herum. Ich bin allein mit ihm! Ganz vorsichtig krieche ich in die dunkle Nische. Noch hat er mich nicht gesehen. Jetzt lässt Christof das Beil in Ruhe und kommt zum Herd. Er geht genau auf mich zu! Und weit und breit kein Mensch! Nur Christof. Ich drücke mich noch tiefer in den Winkel. Da gibt auf einmal die Wand hinter mir nach. Es ist, als würde ich auf einem Karussell sitzen, und dieses Karussell dreht sich mit mir. Dann stoppt es wieder. Und ich hocke im Finstern. Vor Schreck bleibt mir die Luft weg. Ich kann nicht einmal schreien. Gleich platzt mir die Brust, so schlägt mein Herz.

Endlich finde ich meine Stimme wieder. „Hilfe!“, schreie ich. „Holt mich hier raus!“ Mit den Fäusten trommele ich gegen die Steinplatte, drücke mit aller Kraft dagegen. Nichts rührt sich. Und keiner kommt und hilft mir. Ich sitze fest
und kann nicht zurück und muss hier bleiben, immer und ewig. Bis ich verschimmele. Bis nur noch Knochen von mir übrig sind.

Ich muss mich selbst befreien. Am besten erst einmal nachdenken! Bestimmt bin ich hier in einem Geheimgang. In Burgen gibt es so was. Ein Geheimgang führt immer irgendwo hin. Hoffe ich. Auf allen Vieren krieche ich vorwärts. Es ist stockfinster.

(Seite 24-30)

zum Bücherregal